Welche Gefahren gilt es bei Maschinen zu beachten?

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Wenn Sie als Betreiber eine neue Maschine von einem Hersteller übernehmen, muss diese eine CE-Kennzeichnung haben. So besagt es das Deutsche Produktgesetz. Mit der CE-Kennzeichnung und der Betriebsanleitung dokumentiert der Produzent, dass Ihre Maschine zum Zeitpunkt der Aushändigung allen relevanten Normen, Richtlinien und Gesetzen in puncto Sicherheit entsprach. Damit ist er mit Blick auf die Haftung zwar auf der sicheren Seite, nichtsdestotrotz birgt der Umgang mit Maschinen immer gewisse Restrisiken und Gefahren, die zu Unfällen führen können. Um diese zu vermeiden, verlangt der Gesetzgeber die detaillierte Betrachtung in Frage kommender Risiken und deren möglicher Ursachen.

Inhaltsverzeichnis
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    Maschinenteile können Mitarbeiter:innen verletzen

    So können bewegliche Teile einer Maschine Ihre Beschäftigten empfindlich verletzen. Beispielsweise an der Senkpresse eines Metallbetriebs, unter die die Hand eines Mitarbeiters geraten ist. Unfälle wie diese können zu schweren Beeinträchtigungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit führen. Auch an Bändern, Rollen oder Wellen von Maschinen ist besondere Vorsicht geboten: Diese Komponenten können locker sitzende Kleidung zu packen bekommen und Ihre Beschäftigten einziehen – im schlimmsten Fall mit fatalen Folgen. Entsprechende Schutzeinrichtungen tragen dazu bei, dass es dazu gar nicht erst kommt. Gefährlich wird es auch, wenn Gegenstände im laufenden Betrieb von der Maschine fallen oder hinausgeschleudert werden. Sie können Ihre Mitarbeiter:innen treffen und bisweilen schwer verletzen. So sollte eine Maschine an allen denkbaren Stellen ausreichend abgesichert sein. An Messern oder anderen Schneidewerkzeugen droht außerdem die Gefahr von Schnitten. Grundsätzlich müssen Maschinenbetreiber darauf achten, dass Ecken, Kanten und Oberflächen der Maschine nicht scharfkantig oder rau sind. Eine besondere Kennzeichnung als Gefahrenquelle schafft hier ebenfalls zusätzliche Sicherheit.

    Wichtig: Die inhärente Konstruktion der Maschine oder Anlage selbst, nachgerüstete technische Schutzfunktionen sowie Sicherheits- und Warnhinweise in der Betriebsanleitung tragen zur Betriebssicherheit bei.

    Gefahr durch Lärm, Temperaturen, Emissionen und Elektrizität

    Eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle ist Lärm: Selbst, wenn das individuelle Lärmempfinden Ihrer Beschäftigten unterschiedlich sein mag, schädigt ein dauerhaft überhöhter Geräuschpegel das Gehör. Ausreichender Gehörschutz pegelt die Geräusche auf ein gesundheitsverträgliches Maß. Hitze und Kälte stellen ebenfalls Risiken dar. An heißen Maschinenteilen können sich Ihre Mitarbeiter:innen verbrennen, an Komponenten oder tiefgekühlten Waren drohen Erfrierungen. Zudem können sehr heiße oder sehr kalte Materialien aus der Maschine spritzen und Menschen verletzen. Austreten können darüber hinaus andere gefährliche Flüssigkeiten, Gas, Staub oder Dampf – teilweise unter großer Hitze und mit starkem Druck. Gefahrenpotenzial bietet auch die Möglichkeit einer elektrostatischen Aufladung der Maschine, die bei Beschäftigten zu Verletzungen durch Strom führen kann. Eine Vorrichtung, die diese Ladungen rechtzeitig ableitet, hilft dabei, Unfälle zu vermeiden.

    Stolpern und Rutschen vermeiden

    Die betretbaren Flächen bei der Arbeit mit der Maschine können ebenfalls gefährlich werden: Sie sind vielleicht zu glatt, beispielsweise durch ausgetretene Flüssigkeiten. Mitarbeiter:innen können also ausrutschen und sich bei dem Sturz eventuell einen Bruch zuziehen. Hervorstehende Kanten drohen zu Stolperfallen zu werden, hier kann es gleichfalls zu Stürzen kommen. Deutliche Hinweisschilder, Bodenmarkierungen und stabile Geländer machen Ihre Mitarbeiter:innen aufmerksam und ermöglichen einen sicheren Halt.
    In jedem Falle gilt: Hersteller, die die Gefahrenpotenziale ihrer Maschine kennen, müssen schon bei ihrer Inbetriebnahme geeignete Schutzmaßnahmen treffen, um Unfallquellen bestmöglich zu reduzieren.
     
    Sie sind sich über die Risiken Ihrer eigenen Maschine unsicher? Dann unterstütze ich Sie gerne dabei, diese vor Ort aufzudecken und berate Sie zu geeigneten Schutzeinrichtungen. Fragen Sie mich doch einfach unverbindlich an.
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